Archiv Seite 2

The Sea im Trockendock(ville)

Zunächst:

Unser allererster Auftritt auf einer Hauptbühne bei einem großen Festival war sehr schön. Vielen Dank an die Menschenmasse, die sich vor der Bühne getümmelt hat und sehr freundlich war. Danke auch für die netten Botschaften per Mail und Web 2.0 nach dem Auftritt. So sahen wir dabei ungefähr aus:


Bühne groß, Band kleiiiin. (Foto: Ursi)

Leider gibt es neben dieser positiven Nachricht auch noch eine schlechte. Naja, nicht ganz schlecht für einige von uns…

Wir haben uns entschlossen, unsere Oktober-Tour komplett abzusagen. Gründe dafür sind zum einen, dass wir keine richtige Promotionmaschinerie hinter uns haben (sprich: ein richtiges Label) und befürchten, dass einfach niemand kommen würde, zum anderen hat unser König tatsächlich einen richtigen Job gefunden, der Auftritte in der Woche unmöglich macht. Die Wochenendauftritte lohnen sich aus oben genannten Gründen wohl nicht.
Das war keine leichte Entscheidung und wir entschuldigen uns hiermit bei allen Menschen, die sich vielleicht auf unsere Auftritte gefreut haben. Wir haben uns auch gefreut. Entschuldigt bitte. Wir sehen im Moment keine andere Möglichkeit.

Wir melden uns wieder, wenn sich… äääh… die Wogen geglättet haben.

Wohin am Wochenende?



Unsere Schwesterband peters. spielt leider aufgrund eines Bassistenausfalls (gute Besserung!) doch nicht. Verdammt schade ist das.

Nichstsdestotrotz wird dies garantiert ein legendäres Festival. Und wir sind da. Alles andere ist nicht so wichtig.

Mamopullorium Mischkassette

Dass The Sea das Mamallapuram Festival lieben und ehren, obwohl kein Bandmitglied den Namen korrekt aussprechen kann, ist ja nun schon lange kein Geheimnis mehr. Freudig vernehmen wir deshalb die Botschaft, dass wir zwar in diesem Jahr wieder nicht spielen, dafür aber auf dem famosen Mixtape vertreten sind.

Hört euch das bitte an, da gibt es einige großartige Lieder zu entdecken, und viele sind sogar exklusiv. Herunterladen kann man das virtuelle Tape (wohl eher zum auf-CD-Brennen) bei Kabelblume.de und RoteRaupe.de.

Und besucht das Festival, verdammt! Vielleicht läuft man sich da sogar über den Weg.

the sea, the road

Fein: Im Oktober gehen wir wieder auf Tour durch Germoney. Die ersten Daten kann man schon unter Termine nachlesen. More to come.

Und auch fein: Auf dem Dockville-Festival spielen wir doch tatsächlich durch eine Laune des Schicksals (bzw. der Veranstalter) auf der großen, großen Hauptbühne. Am Samstag um 14:20. Quasi als Weck-Kommando. Prepare to be amazed (and hungover)! Die billigen, billigen Pre-Irgendwas-Frühbucher-Miles and More-Tickets für’s Festival gibt es übrigens nur noch heute. Zum Beispiel bei www.kartenhaus.de. Lohnt sich!

I think you were right on the cellphone…

Unser Christian Novochrist hat ein schönes, langes Telefoninterview bei Neosphaere auf Radio 98.1 in Greifswald gegeben. Hier:

Die Moderatorin der Sendung ist übrigens genau die Esther, die wir vor ein paar Tagen in Leipzig kennengelernt haben. Radio kann sie also auch noch. Ich bin beeindruckt!

Euer schreiblustiger Bassist

Berlin/Leipzig

Donnerstag und Freitag waren wir mal wieder unterwegs in Berlin und (zum ersten Mal) in Leipzig.

10.7.08 / Berlin / RAW-Tempel
Nach einer relaxten Fahrt (mit nur einer Stunde Verspätung) kommen wir nach 2 Wochen Abwesenheit wieder in Berlin an und erfahren, dass wir sogar eine Vorband haben. Radiant nämlich, aus den Staaten. Geehrt fühlen wir uns und legen einen 1A Soundcheck hin, haben Spaß. Unser guter Booking-Geist Gerd ist auch da und es wird fröhlich geschwafelt. Essen gibt es für billig beim Inder um die Ecke. Einige Bandmitglieder unterschätzen die „Sehr scharf“-Warnhinweise in der Speisekarte. Mit partiellen Magenverstimmungen, aber dennoch fröhlich geht es zurück zum RAW-Tempel, wo sich inzwischen beinahe alle alten Berliner Freunde eingefunden haben. Nach einigen Umtrünken und großen Hallodris fangen dann Radiant an und sind ziemlich gut. Umso stolzer begeben wir uns dann auf die Bühne. Alles ist gut. Dann fangen wir an zu spielen. Nichts ist mehr gut. Außer Torbens Gitarre ist auf der Bühne absolut nichts zu hören. Schülerband-Like müssen wir unser erstes Lied abbrechen und erstmal per Ansage den Monitormix richten. Die Prozedur wiederholt sich dann bei den nächsten 5 Liedern, bis wir uns einigermaßen hören können… Verdammt. Eigentlich hätte das ein wirklich schönes Konzert werden können/sollen/müssen… Irgendwie passen wir und Berlin nicht zusammen. Wir geben natürlich trotzdem unser Bestes, sind aber ob des desolaten Sounds etwas irritiert und genervt. Danach dann leichte Depressionen, Bier vom Späti und gemütliche Schlafplätze beim Booker. Nach Leipzig brechen wir dann 2 Stunden zu früh auf, um uns die Stadt noch ein wenig anzuschauen.

11.7.08 / Leipzig / Ilses Erika
Positiv überrascht sind wir erstmal über unser Coverbild auf den Ilse-Juli-Flyern. Toll! Eigentlich kann der Laden nur voll werden. Wir trinken lecker Bionade im Biergarten und sind plötzlich wieder mehr als gut gelaunt. Der Backstageraum ist feudal mit Buffet und einem wohlgefüllten Kühlschrank bestückt, den wir sogleich überfallen. Die Veranstalterin Esther vom Mamallapuram ist mehr als nett und der Soundcheck läuft grandios. Nur Menschen kommen bisher keine. Egal, wir gehen erstmal die legendären Burger im „Hotel Seeblick“ probieren, wo wir auch nächtigen sollen. Völlig zu Recht legendär, stellen wir fest. Wir probieren Powernapping in unseren Schlafgemächern aus, scheitern aber vollständig. Scheint eine Wissenschaft für sich zu sein. Zurück an der Ilse sind dann immer noch keine Zuschauer da, dafür aber die Fucking Pop, ey?! DJs, die uns schon in Berlin begleitet hatten. Als wir dann schließlich spielen, sind 20 zahlende Gäste im Laden. Wir spielen trotzdem eines der schönsten Konzerte ever und dürfen sogar Zugaben geben. Leider leert sich der Laden dann nach dem Konzert sehr schnell und wir bleiben mit wenigen Überlebenden im Backstageraum. Kurzerhand klemmen wir uns das DJ-Team unter den Arm und beschließen, die Aftershowparty zur lokalen Kunsthochschule zu verlegen, wo eine Diplomparty gefeiert wird. Viel Bier wird getrunken, es wird gelacht, Leipzig wird mit rotem Edding vollgemalt. Schön war’s. Früh am morgen fallen wir dann in unsere Betten, und diesmal klappt sogar das Schlafen. Auf dem Rückweg verfahren wir uns zünftig, landen aber schließlich doch wieder in Hamburg.

Digital ist besser

Beinahe hätten wir unseren Digitalreleasetermin verschlafen… Seit vorgestern gibt es unser Hitalbum als Kaufdownload in vielen Kaufdownloadshops. Als MP3s nämlich. Auf der Suche nach einer Auswahl an netten Seiten, auf denen es unser Album gibt, stieß der Webmaster just auf einige faszinierende Fakten:

  • Bei iTunes haben wir den „Clean Lyrics“-Button bekommen. Für zotenfreie Texte. Das freut den Nerd als gleichzeitigen Texter natürlich doppelt. Also: Sauber, das Ding. Empfohlen ohne Altersbeschränkung. Vor allem freut es mich, dass irgendein Applemitarbeiter sich das ganze Album anhören musste… Hahaha.
  • Bei Finetunes sind wir Album der Woche… Das ist toll.
  • Toll ist auch, dass bei den gesamten Digitalreleases Audiolith als Label genannt wird (weil der digitale Vertrieb halt über Herrn Lewerenz eingefädelt wurde). Wahrscheinlich verkaufen wir dadurch sogar mal was.
  • Der digitale Vertrieb läuft sogar international. Zum Beispiel in America. Yeah.

Kaufenkaufenkaufen. Bitte. Ja?

Und hier noch ein lächerliches Gewinnspiel:

Wer dem Webmaster schreibt, welche Mitglieder der Musikgruppe The Sea in diesem Video auftauchen und DANN NOCH sagen kann, was für ein T-Shirt der König trägt (eine tolle Kölner Band), der bekommt von mir persönlich bei nächster Gelegenheit einen Keks. Ich meine es ernst.

gez. jn. (Webmaster, Bassist, Lebemann)

Marketingstrategien & More

Das Konzert in Münster am Samstag war mal wieder ein Riesenspaß. Zudem haben wir großartige Marketingstrategien entwickelt, die uns CD-Verkäufe in 1-stelliger Zahl bescherten. In your face, world:

(vlnr: Compact Discs, Intro-Rezension, Punker, Da Rass)

Das Amp ist immer noch mit der schönste Laden der Welt, wir haben lauter nette Leute kennengelernt (allen voran natürlich die Jungs von The Cedar, die ein wundervolles Münster-Abschluss-Konzert gespielt haben) und viel über das Leben an sich gelernt.

Zwei Tage vorher in Berlin war’s leider nicht ganz so schön bzw. wir waren nicht ganz so gut drauf. Direkt von der Arbeit nach Berlin fahren, warten, Fußball über einen Beamer, Soundcheck in der Halbzeitpause, Konzert spielen, einpacken, direkt wieder zur Arbeit zurück nach Hamburg. Ein bisschen stressig, das alles. Dementsprechend lief beim Auftritt dann auch einiges schief. Dafür waren die Menschen dann umso netter zu uns – vor allem unsere Bookingfreunde scheinen schwer in Ordnung zu sein. Als Wiedergutmachung für das versiebte Konzert spielen wir in knapp zwei Wochen einfach nochmal in Berlin – und zwar am 10.7. im RAW Tempel. Wir geloben Besserung.

Good news, everyone!

INTRO liebt uns. Aber lesen Sie selbst:

1980er-Indie/Wave gab es nicht nur in den 1980ern schon ziemlich reichlich, nein, zuletzt war ja auch dieses handfeste Revival mit Interpol und Editors an der Spitze. Alles schon mal gehört in dem Bereich, könnte man denken. Könnte. Denn es gibt da tatsächlich eine Platte von einer unscheinbaren Hamburger Band mit dem Allerweltsnamen The Sea, die so unvermittelt aus kleinsten Zusammenhängen zutage tritt und diese Musik derart frisch klingen lässt wie seit dem Ausgangsjahrzehnt in diesem Genre tatsächlich gar niemand mehr. Ehrlich. Trotz aller Glanzleistungen des erwähnten Retro-Hypes. Die 13 Stücke auf dem selbst betitelten und -veröffentlichten Debüt schwanken zwischen verzückend hittig, beispielsweise in der Single „Now Is Forever New“, und trotz oder wegen ausgefeilter Komplexität begnadet stimmungsvoll. Vergleiche müssen hier zwangsläufig ganz oben ansetzen, bei Talk Talk, The Cure, The Smiths. Keyboardsounds, Gitarreneffekte und Gesangstimbre wurden den Helden originalgetreu nachempfunden, trotzdem sind Arrangements und Atmosphären viel zu unmittelbar und brillant, um eines müden Abklatsches auch nur anrüchig zu sein. Selten haben sich Geschichtskenntnisse und Liebe musikalisch so wunderbar verbunden. Wirklich, man glaubt es nicht, wenn man es nicht selbst gehört hat. Und: Es ist eine Schande, dass diese Band noch kein etabliertes Label entdeckt und angemessen veröffentlicht hat. (Christian Steinbrink)

Desweiteren spielen wir am morgigen Donnerstag eine hoffentlich tolle Show im Berliner Magnet Club (Remember: Wer zwischen 22:30h und 23:30h kommt erhält ein Freigetränk!). Zwei Tage später gibt es dann ein Wiedersehen mit dem schönen Münster und den großartigen The Cedar im Amp. Wir freuen uns natürlich wie bekloppt, endlich mal wieder auf der Bühne zu stehen. Ist ja immerhin schon wieder mehr als einen Monat her. Seien Sie gewarnt: Es wird wieder einige Überraschungen geben. Wir erwarten eine angemessene Zuschauerzahl.

Und nicht vergessen: Wer mit physischen Tonträgern nichts anfangen kann, der darf sich auf den 27.6. freuen. An diesem Tag erscheint unser hochgelobtes (s.o.) Debütmachwerk nämlich endlich auch auf digitalem Wege (d.h. via iTunes, Finetunes, etc. pp.).

Ohne Worte

(soeben gefunden bei buecher.de)

Nachtrag (noch sprachloser):